Inthronisation 2026
- eichezunft
- 26. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Im Jubiläumsjahr der Eiche Zunft, die vor 50 Jahren gegründet wurde, schlägt das Theaterstück bewusst die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
„Eicheweg 1976“ erzählt mit Humor und Nostalgie vom Zusammenleben in einem Wohnblock der 1970er Jahre – einer Zeit zwischen Fortschrittsglauben, Atomangst und gesellschaftlichem Aufbruch. Im Mittelpunkt steht Monika, eine ordnungsliebende, misstrauische Hausbewohnerin, die hinter jeder Abweichung vom Waschplan eine Bedrohung wittert. Ihr Gegenpol ist eine junge Wohngemeinschaft, politisch engagiert, kreativ und überzeugt, dass Veränderung nur gemeinsam möglich ist.
Zwischen Gerüchten, Protesten, Fernsehbildern und Alltagskonflikten wächst ein absurdes Misstrauen, das sich an einer vermeintlichen Hausbesetzung entzündet. Symbolisch steht die alte Eiche im Innenhof für Beständigkeit und Gemeinschaft: Unter ihr prallen Angst und Hoffnung, Ordnung und Aufbruch aufeinander.
Das Stück zeigt, wie sich gesellschaftliche Spannungen wiederholen – damals wie heute. Es macht sichtbar, wie schnell aus Unsicherheit Vorurteile entstehen und wie leicht sich Menschen gegeneinander ausspielen lassen. Gleichzeitig erinnert es daran, dass Gemeinschaft stärker ist als Angst. In der Fantasie eines gemeinsamen Innenhoffestes wird klar: Wenn Menschen feiern, lachen und sich begegnen, verlieren Misstrauen und Abgrenzung ihre Macht.
Wie der Eichenbaum im Hof steht auch die Zunft für Verwurzelung, Zusammenhalt und gelebte Tradition. „Eicheweg 1976“ lädt dazu ein, aus der Geschichte zu lernen: Fasnacht verbindet Generationen, Meinungen und Lebenswelten – und zeigt, dass Gemeinschaft dort entsteht, wo man einander zuhört, miteinander feiert und gemeinsam Wurzeln schlägt.
Hier klicken um die Fotos der Inthro von Andreas Busslinger zu sehen.




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